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Welche Bücher mir Reiselust verschaffen

Der Tag wird kürzer, die Nacht länger. Die ersten Wolldecken liegen bereits wieder auf den Sofas und dampfende Teekannen zieren die, ansonsten spärlich dekorierten, Tische. Kerzenschein… Und vor der Kerze ein kleiner Stapel Bücher. Welche Bücher befinden sich auf deinem Tisch?

Ab heute ist es offiziell: Der Herbst ist da. Und da kalte und verregnete Tage ja bekanntlich dazu verführen, den Abend Mal eher zu Hause zu verbringen, habe ich mein Bücherregal nach Büchern zum Thema Reisen durchsucht. Und voilà. Ich wurde fündig!

69 Hotelzimmer | Michael Glawogger
Ein geschenkter Tag | Anna Gavalda
In die Wildnis | John Krakauer
Gott im Reiskorn | Mariam Kühsel-Hussaini
Fallers große Liebe | Thommie Bayer
Überlebensgroß | Mark Watson
Die Schatzinsel | Robert Louis Stevenson

Wohin die Reise führt…

Das kommt in dem Fall ganz darauf an für welches Buch du dich entscheidest.

69 Hotelzimmer führt dich tatsächlich durch 69 (bzw. 68) Erzählungen rund um den Globus. Dabei wird die 13. Geschichte, wie bei den meisten Nummerierungen von Hotelzimmern, ausgelassen. Die Erzählungen sind abwechslungsreich und lassen sich auch bei wenig Zeit (beispielsweise im Zug, Bus …) sehr gut lesen.

Oder du begibst dich mit Anna Gavaldas Buch Ein geschenkter Tag auf eine spontane Reise nach Touraine mit den Geschwistern Simon, Garance und Lola um ihren gemeinsamen Bruder Vincent zu besuchen. Eine authentische, humorvolle und emotionale Autofahrt durch Frankreichs Landschaften.

Was bedeutete es, den Orient in den 50er Jahren zu erleben? Vor allem als Europäer? Woher rührt die Magie, die dem Orient inne haftet? Begibt dich mit dem Historiker Jakob Benta auf eine Reise nach Afghanistan und lerne dort den Kalligrafen des Königs, als auch seinen Sohn kennen. Tauche ein in eine Welt aus Kunst, Poesie und Familienhistorie. Anspruchsvolle Kost mit Gott im Reiskorn.

Und wer ist dieser Faller, der den jungen Antiquar (Alexander Storz) dazu bringt, ihn quer durch Europa zu fahren? Was wir über ihn wissen, ist lediglich, dass er über eine große Sammlung an kostbaren literarischen Erstdrucken, als auch Erstausgaben verfügt und beide Charaktere unterschiedlicher nicht sein könnten. Begleite sie auf ihrer Reise in Fallers große Liebe.

„Fünfzehn Mann auf des toten Mannes Kiste… Jo-ho-ho, und ne Buddel voll Rum!“
Eines Tages nistet sich im Admiral Benbow, der alte Seemann William Bill Bones ein. Diese Begegnung soll das Leben des jungen Jim Hawkins komplett verändern. Gemeinsam mit Doktor Livesey, dem Gutsherren Trewlaney, Kaptain Smollett, Long John Silver und einer Schar an Matrosen, begibt er sich auf die Suche nach der Schatzinsel. Ein wunderbares Abenteuerbuch! Old but gold! Die Schatzinsel.

Chris McCandless wird 1992 tot in Alaska gefunden. Zuvor begab er sich auf eine Reise durch die Wildnis. John Krakauer berichtet über das Leben, die Reise und den anschließenden Tod des Protagonisten. Ein interessantes Buch (und auch kein schlechter Film). In die Wildnis.

Vielleicht nicht ganz so ein Reisebuch, wie jene weiter oben im Text, dennoch spannend und schön zu lesen: Dominic ist Hochzeitsfotograf und kommt dementsprechend viel rum. Sein Job steht im Kontrast zu seinem Leben, das eher mehr und mehr aus den Fugen gerät. Eine etwas unkonventionelle Geschichte, aber vielleicht ist sie mir gerade deswegen in Erinnerung geblieben: Überlebensgroß von Mark Watson.

Viel Spaß beim Lesen (:

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»The Weekender« Magazin Inspiration

Ein Magazin sollte aus der Masse herausstechen. Dabei kann sowohl das Papier, das Titelbild oder auch das Format eine Rolle spielen. Zumindest sind dies die ersten Faktoren, die mich dazu leiten, ein Heft in die Hände zu nehmen. Wenn dann noch die Artikel stimmen, kann ein Magazin zu einem richtigen Ereignis werden.

Im The Weekender berichten verschiedene Personen (überwiegend Kreative), aus der ganzen Welt, von ihrem Leben, ihren Arbeiten oder auch von ihren Reisen. Vom verfassten Beitrag einer Autorin/eines Autors, bis hin zu einem geführten Interview oder einem Beitrag aus der Ich-Perspektive: Die Form der Artikel variiert und erzeugt Abwechslung beim Lesen. Auch kürzere Artikel mit Rezepten, einigen DIY Handwerksideen, Kurzbeiträgen oder Kurzgeschichten tauchen hier auf.
Die Bilder sind oftmals sehr grafisch, wirken aber dennoch natürlich und beobachtend. Ich kann mir, bevor ich mir den Artikel durchlese, schon einmal vorab ein ziemlich gutes Bild von den interviewten Personen machen. Sie wirken, wie aus dem Alltag gegriffen. Manche Fotografien füllen dann auch schon mal mehrere Doppelseiten. Ich schätze diesen großzügigen Umgang mit dem Bildmaterial sehr!

Nach jedem Artikel habe ich das Gefühl, die Person gut kennengelernt zu haben. Ganz so, als hätten wir uns eben noch bei einem Kaffee unterhalten. Doch nicht nur Fotografien tauchen in den Beiträgen auf. Auch Illustrationen unterschiedlicher Illustratoren finden hier ihren Platz. Alles in allem finde ich dieses Magazin sehr ansprechend: sowohl von der Gestaltung her, als auch von den Fotografien und Beiträgen. Solltet ihr euch an einer Bahnhofsbuchhandlung befinden, kann ich euch nur ans Herz legen, einen Blick hinein zu werfen.

Wer mich kennt, weiss um meine Sammelleidenschaft für Magazine und Bücher. Solltet ihr also ein paar Magazin Anregungen für mich haben, schreibt mir gerne!
Ich freue mich drauf!