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Ein Tag in Lillehammer

»Ich will auf meine alten Tage nicht mehr Hautkrebs bekommen. Mir schwebt Lilyhammer vor.«

Mit diesen Worten beschließt Steve Van Zandt, alias Giovanni Hendrikson, Lillehammer zu seinem Exil zu machen. Wer die Sopranos kennt, kennt auch mit großer Wahrscheinlichkeit Steve Van Zandt. In der Serie Lilyhammer spielt er die Rolle des New Yorker Mafiosis Giovanni Hendrikson. Ich kann euch diese Serie nur wärmstens empfehlen. Während euch das Intro der Serie mit einem winterlichen Lillehammer bekannt macht, offenbare ich euch heute wiederum das herbstliche Lillehammer – kurz vor Winteranfang.

Die Luft riecht nach Schnee, die Sonne wechselt sich mit einer dicken Wolkendecke ab. Laub lässt sich zwar kaum auf den Straßen, dafür aber in den ruhigeren Parks finden. Ein kleines Idyll – das Plätschern eines Baches, bunte Häuser, ein kleines Jazz Festival. Lillehammer ist schön gelegen – hier lässt es sich gut essen, trinken, Menschen kennenlernen oder auch einfach nur verweilen. Ein verschlafenes Örtchen, in dem abseits der Saison scheinbar kaum etwas los ist. Kleine Lokaliäten, reihen sich aneinander. Wer gerne Flaniert ist hier gut aufgehoben.

Snakker du norsk?
Da wir beide derzeit Norwegisch lernen, konnten wir diese Reise wunderbar dazu nutzen, um unsere ersten Sprachkenntnisse anzuwenden. Das klappte mal besser, mal schlechter. Spätestens, wenn es zu richtigen Konversationen kam, gelangten wir an unsere sprachlichen Grenzen. Norweger sprechen jedoch ziemlich gutes Englisch – was vielleicht u.a daran liegen könnte, dass Filme in Norwegen immer in OMU laufen. Anders als in Schottland führt man hier auf offener Straße jedoch nicht unbedingt Gespräche mit Leuten, denen man zuvor noch nie begegnet ist. Wobei Studenten und Schüler in dieser Sache wiederum eine Ausnahme bilden. Womit man jedoch in kleineren Ortschaften immer rechnen kann, ist ein freundliches Lächeln oder ein »Hei, hei«.

Wo übernachten?
In Norwegen lässt es sich ganz gut in Jugendherbergen, Bungalows oder Hütten übernachten. Diese sind selten sehr teuer und außerhalb der Saison auch gut zu finden. Wir hatten zwar ein Zelt dabei (für alle Fälle), wichen jedoch aufgrund der Kälte auf eine wärmere Übernachtungsmöglichkeit aus. Wer mit dem Wagen unterwegs ist (was sich in Norwegen echt anbietet), kommt sowieso problemlos überall hin.

Wir übernachteten abseits von Lillehammer in einer Jugendherberge, die sich gleich neben einem Campingplatz befand. Die Fahrt von Lillehammer bis zu diesem kleinen Vorort hatte leichten Twin Peaks Charakter. Wer abseits des Trubels ein Zimmer sucht, könnte in den umliegenden Orten fündig werden. Unserer Erfahrung nach sind Jugendherbergen, Bungalows und Hütten ziemlich gut versorgt und vor allem auch sauber und erschwinglich.

Bargeld oder Karte?
In Norwegen bezahlt man ausschließlich jeden Kram mit Karte. Völlig egal, um welchen (minimalen) Betrag es sich hierbei handelt. Öffentliche Toiletten lassen sich ebenfalls (zum Großteil) nur mit Karte bezahlen und benutzen. Dennoch ist es nicht schlecht, etwas Bargeld dabei zu haben. In Lillehammer hatten wir beispielsweise das Problem, dass der Parkscheinautomat unsere Karten nicht annehmen wollte. Dementsprechend mussten wir in der Bank erst einmal Geld abheben, es in einem Geschäft wechseln lassen, um dann unseren Wagen rausfahren zu können. Solche Fälle bilden jedoch die Ausnahme.

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